Fachkraft für Inklusion

Zertifikatskurs zur gemeinsamen Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung

Alle Kinder - mit und ohne Behinderung - wollen dazugehören, spielen, lernen und Spaß haben. Die Kita ist der erste gemeinschaftliche Lebensort, der Kindern für ihre übereinstimmenden und unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnissen offen steht. Inklusive Pädagogik will die wachsende Vielfalt der Lebensbedingungen und die Individualität der kindlichen Entwicklung ernstnehmen und anerkennen, und das allen Gemeinsame in einem sozialen Miteinander gestalten.

Dieser Zertifikatskurs richtet sich an Mitarbeitende, die die erforderlichen fachlichen und persönlichen Kompetenzen für die gemeinsame Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung stärken und weiter entwickeln wollen. Während der 20 Fortbildungstage macht sich die Gruppe als Lerngemeinschaft auf den Weg, um ihre pädagogische Arbeit zu reflektieren, neues Wissen in die Praxis zu integrieren und diese inklusiv zu gestalten. Dabei wird Inklusion in einen weiten Horizont gestellt und aus den unterschiedlichen Perspektiven des Kindes, der Eltern, der Fachleute und aller anderen Beteiligten betrachtet. Ziel der Qualifizierung als allgemeinpädagogische ‚Fachkraft für Inklusion‘ ist es, sinnvolle Inklusionsprozesse anzustoßen, kompetent zu begleiten und deren Ergebnisse zu reflektieren.

Diese Fortbildung umfasst 20 Tage und besteht aus einzelnen thematisch abgeschlossenen, aber aufeinander abgestimmten Modulen. Die Umsetzung in die Praxis wird durch ein Lerntagebuch, Praxisaufgaben, eine zweitägige Hospitation und die Präsentation eines inklusiven Lernprozesses unterstützt. Die erfolgreiche Teilnahme an der gesamten Fortbildung und die Erstellung eines Lerntagebuchs mit Präsentation in einer Abschlussveranstaltung werden mit einem Zertifikat mit der Bezeichnung ‚Fachkraft für Inklusion‘ bescheinigt.

Modul 5: Konzeptionelle Gestaltung - Inklusion als konzeptionelle Ausrichtung (19.02., 20.02.2018)
„Bei uns sind alle Kinder willkommen.“ Reicht diese Aussage in der pädagogischen Konzeption, um inklusiv in der Kita zu arbeiten bzw. sich auch nach außen als Einrichtung darzustellen, in der Kinder mit Behinderung Bildung, Betreuung und Förderung erfahren. In diesem Modul sollen Fragen wie:
  • Was verbirgt sich hinter dem inklusiven Ansatz?
  • Welche Formen der Dokumentation werden genutzt, um allen Kindern in der Einrichtung gerecht zu werden?
  • Wie werden Übergänge gestaltet?
Anhaltspunkte und Ansätze darlegen, die helfen, sich auch konzeptionell auf den Weg zu machen. Die Verinnerlichung der Haltung zur Inklusion spielt hierbei eine tragende Rolle.
Ebenso werden in diesem Modul die Erfahrungen und Ergebnisse der beiden Hospitationstage der Teilnehmenden ausgewertet.
Referentin: Petra Opschondek
Modul 6: Sprachentwicklung und integrative Sprachförderung 
(05.06., 06.06.2018)
Um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung gut begleiten und unterstützen zu können, reicht es nicht aus, sich nur um Eckdaten der regelgerechten Sprachentwicklung zu kümmern.
Erst das Verständnis für die Komplexität der Sprachentwicklungsprozesse sowie die Erfahrung des Stellenwertes einer einfachen Kommunikation lassen uns den Kindern – mit und ohne Behinderung – ganzheitlicher und echter begegnen.
Dabei entdecken wir, wie schön und bewusstseinserweiternd unser Bedürfnis ist, gemeinsam mit anderen Professionen auf die Entwicklung und Förderung einzelner Kinder zu schauen und weitere Fragen zu klären:
  • Wie hängen die Entwicklungen des Bewegungsapparates mit der Sprachentwicklung zusammen?
  • Sagt das Kind nur dann etwas, wenn es spricht?
  • Müssen wir mehr mit den Kindern üben?
Referentin: Mechthild Laukötter

Modul 7: Unterstützung organisieren (10.10., 11.10., 12.10.2018)
Inklusion geht nur mit Unterstützung. Ausgehend vom Bedarf aller Kinder wird überlegt, wie die eigenen Ressourcen in der Kita, die Ressourcen des Familiensystems und die Ressourcen des Hilfesystems entdeckt und für die anstehenden Entwicklungsschritte sinnvoll eingesetzt werden können. Hilfe- und Förderplanung werden als pädagogisches Arbeitsinstrument vorgestellt.
  • Wie erkennt man die Unterstützungsbedarfe der Kinder und deren Familie? Wie kommt man darüber mit Kolleginnen, Eltern und Fachkräften ins Gespräch?
  • Wen kann man wofür ansprechen? Wie verändert sich die berufliche Rolle durch die Kooperation im Netzwerk?
  • Woran erkennt man erfolgreiche Inklusion? Wie kann eine Evaluation der inklusiven Pädagogik aussehen?
  • Wie achtet man auf die eigenen Grenzen? Wie arbeitet man mit begrenzten Ressourcen? Wo beginnt die Überforderung, und wie schafft man Entlastung?

Referentin: Marion Schwermer

Abschlusstag für Teilnehmende, deren Leitungen, Referentinnen und Referenten sowie weiteren Gästen (22.11.2018)

  • Präsentation der Teilnehmenden
  • Zertifikatsübergabe  

Anmelde-Status
Frei – Anmeldung möglich
Kurs Nr.
23218-206
Hinweise
Der Kurs hat bereits begonnen, keine Anmeldung mehr möglich.
Ort
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V., Georgstraße 7, 50676 Köln
Datum
19.02., 20.02., 05.06., 06.06., 10.10., 11.10., 12.10., 22.11.2018
Uhrzeit
09:00 - 16:00 Uhr
Kostenfreie Abmeldung bis
15.01.2018
Anmeldeschluss
12.02.2018
Teilnehmende (max.)
18
Zielgruppe
Alle pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Kurs 2017 begonnen haben.
Kosten für Mitarbeitende
329,00
Kosten für Externe
434,00
Anmerkungen Kosten
Rate 2018
Anmerkungen für Externe
Rate 2018
Referent/in 1
Marion Schwermer
Profession
Diplom-Psychologin, Supervisorin (DGSv), Theologin, Organisationsentwicklerin
Referent/in 2
Petra Opschondek
Referent/in 3
Mechthild Laukötter
Profession
Lehrlogopädin
ECTS-Punkte
4,3