(Neu)gierig auf ambulante Erziehungshilfen - Modul 3

Ein Angebot für einen guten Einstieg und zur Gewinnung von Arbeitssicherheit im Arbeitsfeld ambulante Erziehungshilfen

Sie haben Ihre fachlichen Grundlagen und Ihren Methodenkoffer. Doch - gibt es eine allgemein gültige fachliche Grundhaltung? In welchem rechtlichen Rahmen bewege ich mich? Welche Grenzsituationen erlebe ich? Welche Rollen hat wer in Grenzsituationen?

Triade: Klient - Jugendamt - ich (mein Dienst)!
In Block 3 werden rechtliche, fachliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den Blick genommen.

  • Das Fundament der Arbeit
    Wesentliche Pfeiler der ambulanten Arbeit sind die gelingende Arbeitsbeziehung (Beziehungsarbeit), das ausgewogene Verhältnis von Nähe und Distanz und die theoretischen Grundkenntnisse zur Bindungstheorie und die Auswirkungen von Traumata. Die Beurteilung der Qualität der Eltern-Kind Beziehung ist ein wichtiger Baustein zur Beurteilung der Notwendigkeit einer Intervention durch das Jugendamt. 
  • Welche Sicherheiten / Freiheiten habe ich durch die „Regeln der Kunst“?
    Die Diskussion um Kinderschutz wird immer mehr zu einer Diskussion um den Schutz der Helfer vor strafrechtlicher Verantwortung und birgt die Gefahr, dass statt Empowerment und Ermutigung die Kontrolle der Klienten und die fachliche Entmündigung der Helfer stattfinden (rechtliche Kenntnisse §8a KJHG, Fallarbeit zum Kinderschutz). Wir betrachten hilfreiche Strukturen und erlangen rechtliche Sicherheit, damit wir wieder „Mut zum Risiko“ haben können. 
  • Lebenswelten
    „Eine schrecklich nette Familie - daily soap - Horror“. Kontakte vorbereiten und methodisch planen und die Realitäten in den Familien sind oft sehr unterschiedlich. Auf was treffe ich? Wir erarbeiten Strategien zum Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen und / oder Kindeswohlgefährdung in den Kontakten (hilfreiche Settings, Krisenmanagement, Fallarbeit). 
  • Mein Hut, der hat drei Ecken….
    Wer ist Auftraggeber? Der Klient, der Allgemeine Soziale Dienst, meine Fachlichkeit? Wie werden Ziele definiert? Wie werden sie operationalisiert?
    Was heißt Zieltreue, ‚Neue Steuerung‘? Welche Rolle spielen die Dokumentation, Berichte? Wir beleuchten die Auswirkungen der fiskalischen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten auf die Arbeit in den ambulanten Erziehungshilfen. 

Eine Gewichtung der Themen erfolgt in Absprache mit den Teilnehmenden.

Diese Fortbildung wird in Form von drei zweitägigen Seminaren angeboten, die jeweils einzeln gebucht werden.


Anmelde-Status
Frei – Anmeldung möglich
Kurs Nr.
21818-65
Ort
Prälat-Boskamp-Haus, Georgstraße 18, 50676 Köln
Datum
20.11., 21.11.2018
Uhrzeit
09:30 - 17:00 Uhr
Kostenfreie Abmeldung bis
16.10.2018
Anmeldeschluss
13.11.2018
Teilnehmende (max.)
18
Zielgruppe
(Neue) Mitarbeitende in den ambulanten Erziehungshilfen, Neueinsteiger und Wechsler innerhalb der Jugendhilfe, Studierende im Praxissemester
Kosten für Mitarbeitende
145,00
Kosten für Externe
145,00
Anmerkungen Kosten
incl. Verpflegung und Seminarunterlagen
Ansprechpartner/in
Christa-Maria Pigulla
Referent/in 1
Karin Dasbach
Profession
Diplom-Sozialarbeiterin, Bereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie
ECTS-Punkte
1,1