Handlungsfähig in schwierigen Situationen - krisenkompetent sein


Jugendhilfe / Heimerziehung und insbesondere der stationäre Arbeitsalltag hält vielfältige Herausforderungen für die Berufstätigen bereit. In einem komplexen und breiten Erlebensrahmen werden wir konfrontiert mit gesellschaftlichen bzw. familiären Lebensrealitäten und individuell kindlichen Verhaltensweisen, die meist von unserem Bild „normal“ massiv abweichen.

Krisenhafte, aggressive, herausfordernde und belastende Situationen gehören zum Arbeitsalltag in der Jugendhilfe. Sie werden stets Teil des Berufes sein und scheinen sogar notwendig im pädagogischen Prozess des Erziehens. Es ist die Aufgabe des Profis, dies zu akzeptieren und sich angemessen darauf vorzubereiten, um aus diesen Grenzsituationen gelingende pädagogische Prozesse erwachsen zu lassen.

Jedem Berufstätigen im Arbeitsfeld Jugendhilfe sollte klar sein, das mit dem Arbeitsvertrag die Wahrscheinlichkeit, in solche Situationen zu geraten, quasi mit „eingekauft“ wurde. Als erwachsene Menschen und professionelle Pädagogen müssen wir uns angemessen vorbereiten und darauf einstellen.

In den 3 Tagen geht es darum, die grundsätzlichen Abläufe in diesen Kommunikationsprozessen zu verstehen. Darauf aufbauend soll erarbeitet werden, wie Sie sich selbst in angemessener und professioneller Form darauf einstellen können, um schließlich hilfreiche Handlungsstrategien zu erlernen. 

Dazu werden die persönliche Haltung, individuelle Lösungs- und Persönlichkeitsstrategien reflektiert. Durch das Erkennen der individuellen Reaktionsmuster und der präferierten Reaktionsabläufe eröffnen Sie sich die Möglichkeit, Ihr Handlungs- und Reaktionsspektrum zu erweitern um diejenige Person im Geschehen zu sein, welcher mehr steuernden Einfluss nehmen kann. 

Die 3 Tage unterstützen Ihren persönlichen beruflichen Entwicklungsprozess, der „berufs-leben-lang“ Übung und Training und damit die Bereitschaft zu persönlicher Veränderung und Entwicklung braucht.

Inhalte der 3 Tage werden insbesondere sein: Stresstheorie, ein Krisenmodell, die Aggressionstypen, Krisen bewährte Kommunikation, ein „Verstehensmodell“ für das individuelle Entstehen von Verhalten.

Wir werden anhand von gefilmten Trainings-Sequenzen (Simulationen) individuelle Handlungs-, Reaktionsmuster unter Stress erfahren und Alternativen trainieren bzw. professionelle Handlungsoptionen üben.

Feedback, Introspektion und Konfliktsimulationen sind wesentlicher Bestandteil dieser 3 intensiven Tage.


Anmelde-Status
Frei – Anmeldung möglich
Kurs Nr.
21818-36
Material
Bitte bringen Sie bequeme Kleidung und sportliches Schuhwerk mit.
Ort
Tagungs- und Gästehaus St. Georg, Rolandstr. 61, 50677 Köln
Datum
11.06., 12.06., 13.06.2018
Uhrzeit
9:30 - 17:00 Uhr
Kostenfreie Abmeldung bis
07.05.2018
Anmeldeschluss
04.06.2018
Teilnehmende (max.)
18
Zielgruppe
Mitarbeitende aus der stationären Erziehungshilfe
Kosten für Mitarbeitende
300,00
Kosten für Externe
300,00
Anmerkungen Kosten
incl. Verpflegung und Seminarunterlagen
Ansprechpartner/in
Dominik Duballa
Referent/in 1
Roger Krämer
Profession
Erzieher, Diplom-Sozialpädagoge, Systemischer Coach
ECTS-Punkte
1,6