Traumapädagogik in der Jugendhilfe


In den letzten Jahren sind die Themen Trauma, Trauer und Verlust immer mehr ins Blickfeld der Erziehungshilfen gerückt. Kinder und Jugendliche können in der Familie durch Trennung der Eltern und andere Ereignisse hoch belastet werden. Wenn diese Belastungen extrem sind, sprechen wir von traumatischen Erlebnissen.

Traumapädagogik – Sammelbegriff für verschiedenste pädagogische traumabearbeitende Hilfen – arbeitet mit dem Ziel, traumatisierten Kindern und Jugendlichen einen sicheren Ort sowie verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen anzubieten, Bewältigungsprozesse zu unterstützen und Ressourcen zu aktivieren und zu stärken.

Nicht selten stoßen Sozialpädagogen/-innen und Betreuer/-innen an Grenzen ihres professionellen Handelns. Ihre Arbeitssituationen sind durch eine hohe emotionale Belastung gekennzeichnet. Sie zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren ist eine Herausforderung für den pädagogischen Alltag.

Die Themen im Überblick:

  • Was ist Trauer?
  • Ab wann sprechen wir von Trauma?
  • Was bewirkt Verlust? Arten von Traumata.
  • Was passiert dabei im Gehirn? Warum verhalten sich Menschen nach solchen Erfahrungen anders?
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und andere Trauma-Folgestörungen.
  • Wie nehme ich diese Phänomene wahr und wie gehe ich in meinem Arbeitsalltag damit um?
  • Wie reagiere ich darauf?
  • Was kann ich dazu beitragen, dass es den jungen Menschen bald besser geht?
  • Wo muss ich auf mich selbst achten?
Die Ziele der Fortbildung sind:
  • Sensibilisierung für die Themen „Trauma-Trauer-Verlust“.
  • Informationen, um die besondere Arbeitssituation einschätzen zu können.
  • Chancen und Grenzen der Arbeit ausloten.
  • Ressourcen und Kompetenz der eigenen Arbeit wahrnehmen.
  • Wie kann ich, wie muss ich diese Themen in mein Konzept einbeziehen?
  • Eigene Haltung überprüfen und entwickeln.
Im Seminar wird in einem Wechsel von Theorie-Input, Praxisreflexion, moderierter Plenumsdiskussion, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet.

Unser Ziel ist, dass Sie mit neuen Anregungen und Methoden in Ihre Arbeit gehen können.


Anmelde-Status
Angebot bereits an/abgelaufen
Kurs Nr.
21117-33
Ort
Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V., Georgstraße 7, 50676 Köln
Datum
06.09., 07.09. 2017
Uhrzeit
9:00 - 17:00 Uhr
Kostenfreie Abmeldung bis
02.08.2017
Anmeldeschluss
30.08.2017
Teilnehmende (max.)
19
Zielgruppe
Mitarbeitende der ambulanten Erziehungshilfen und Interessierte aus anderen Bereichen der Jugendhilfe
Kosten für Mitarbeitende
160,00
Kosten für Externe
160,00
Anmerkungen Kosten
incl. Verpflegung, Teilnehmerunterlagen
Ansprechpartner/in
Christa-Maria Pigulla
Referent/in 1
Gabriele Röttgen-Wallrath
Profession
Familienberaterin, Fachberaterin für Psychotraumatologie,Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche
Referent/in 2
Richard Spätling
Profession
Coach und Supervisor, Fachberater für Psychotraumatologie und Traumapädagoge